Dienstag, 3. März 2015

Interview mit Attila von fabol


Erzähle uns etwas über Dich und Deine Arbeit
Mein Name ist Attila, ich lebe in Niederösterreich. Ursprünglich stamme ich aus Ungarn. Seit ich denken kann mag ich Pflanze und Bäume. Außerdem interessiere ich mich für Literatur, Fotografie und Musik, spiele Bass-Gitarre und koche sehr gerne. Weil ich schon als Kind fand, dass Holz so gut riecht, habe ich eine Tischlerlehre gemacht. Später bin ich nach Budapest gezogen und habe dort neben meiner Arbeit als Tischler Kulturmanagement studiert. 



Wie bist du dazu gekommen?
Weil ich ressourcenschonender arbeiten wollte, habe ich mir überlegt, kleinere Dinge, wie Küchenutensilien, Handspiegel und Kämme herzustellen. Gemeinsam mit meiner Freundin habe ich dann die Idee entwickelt, Holzschmuck und Broschen anzufertigen. So ist fabol entstanden. Der Name bedeutet auf Ungarisch „aus Holz“.  Veronika kümmert sich um Grafik Design und Marketing und meist auch um die Fotos.

Ich entwerfe die Schmuckstücke und fertige sie händisch an. Besonders interessieren mich Obstgehölze, die mittlerweile kaum mehr verwendet werden, wie Flieder-, Aprikosen-, Stechpalmen-, Zwetschgenholz oder Weinrebe. Mein Ansatz ist, keinen Baum nur für meine Arbeit zu fällen, sondern Äste zu verwenden, die weggeschnitten werden müssen. Manchmal ist natürlich ein Obstbaum krank oder wurde vom Blitz getroffen.

Wichtig ist es mir auch, alle Wege für meine Arbeit mit dem Rad zurückzulegen. Dabei möchte ich die Umwelt schonen und gleichzeitig auch Bewegung machen. Bisher ist mir das bis auf ganz wenige Ausnahmen gelungen.

Gibt es ein besonderes Projekt an dem du gerade arbeitest?
Zur Zeit mache ich eine Schmuckkollektion aus Rebholz. Im Winter gab es schon mal eine Serie von Rebholzohrringen. Die habe ich „Schneewittchen – so schwarz wie Rebenholz“ genannt, in Anspielung auf die sehr ausgeprägten Helldunkelkontraste dieser Holzart. Ich lebe in der Wachau, einem Weinbaugebiet. Hier dreht sich fast alles um edle Weine. Dem Holz wird heute kaum mehr Beachtung geschenkt. Maximal zum Heizen wird es noch verwendet. Das finde ich wirklich schade, denn es ist wirklich sehr schön. Ich mache Ohrringe, Ohrstecker, Anhänger und Kräuter- bzw. Salzlöffel daraus.

Du hast eine eigene Webseite und eine Fanseite? Wo finden Dich unsere Leser sonst noch?
Ich habe einen Blog fabol.workshop.blogspot.co.at, den ich gemeinsam mit meiner Freundin betreibe, und eine Fanseite https://www.facebook.com/pages/Fabol/282929301900978. Bei Facebook hat es mich tatsächlich ein wenig Überwindung gekostet, denn vorher hatte ich dort keinen Account. Und es fällt mir noch immer nicht ganz leicht, dort zu posten. Weshalb weiß ich auch nicht genau. Mein Blog macht mir einfach viel mehr Freude.

Außerdem habe ich einen Shop auf Dawanda http://de.dawanda.com/shop/fabol.




Du bewirbst deine kreativen Produkte und Leistungen im Internet – warum?
Via Internet kann ich Menschen erreichen, die ich im tägliche Leben kaum treffen würde. Einerseits Menschen, die ähnliche Interessen haben wie Fotografie oder das Arbeiten mit Holz zum Beispiel. Andereseits auch Menschen, denen meine Produkte gefallen.



Ist die Vermarktung deiner kreativen Produkte über das Internet ein wichtiges Thema für Dich und warum?
Ja, ich finde das für mich wichtig, da ich sonst in einer Großstadt leben müsste um von meinen Kunden gefunden zu werden. Und selbst dann wäre es schwierig. So kann ich abseits der Hektik leben und arbeiten und trotzdem finden die Menschen meinen Holzschmuck.



Worauf achtest du besonders bei der Vermarktung über das Internet?
Wir achten auf ansprechende, möglichst authentische Fotos in natürlichem Licht. Im Winter kann das manchmal ganz schön schwierig sein. Guter und freundlicher Kontakt zu den Kunden ist mir ebenfalls wichtig. 



Vielen Dank für das tolle Interview. Es war sehr spannend und inspirierend mehr von Dir und Deiner Arbeit zu erfahren.

Liebe Grüße
Stefanie Ernst-Fleury
Keramik-Fleury

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